Polizei kontrolliert Rettungsgasse: Kein Durchkommen für Feuerwehr und Rettungsdienst

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Der Video- und Messdienst der Karlsruher Verkehrspolizei nahm den über 20 Kilometer langen Stau am heutigen Morgen auf der A5 zum Anlass die Einhaltung der Rettungsgasse zu kontrollieren. Das ernüchternde Ergebnisse: Nur auf den wenigen Kilometern zwischen Kronau und Bruchsal bildeten über 100 Fahrzeuge keine Rettungsgasse. Fast 30 Fahrer behinderten Einsatzfahrzeuge sogar auf Grund ihres rücksichtslosen Verhaltens konkret.

Die Polizisten verhängten im Rahmen dieser Aktion Bußgeld in einer Gesamthöhe von etwa 33 000€ – fraglich ist allerdings, ob alle Bußgelder zum Beispiel im Ausland tatsächlich eingetrieben werden können.


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Wie die Polizei mitteilte wäre es für die größeren Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr oder selbst für Rettungswagen unmöglich gewesen sich ihren Weg ohne lange Wartezeit und große Rangiermanöver der übrigen Verkehrsteilnehmer durch den Stau zu bahnen. Selbst mit dem Pkw der Verkehrspolizisten waren oftmals nur wenige Zentimeter Spielraum.

Eine Rettungsgasse ist auf Autobahnen und anderen mehrspurigen Straßen außerhalb von geschlossenen Ortschaften sofort bei Staubildung zwischen dem äußert linken und dem danebenliegenden Fahrstreifen zu bilden. Auf einer zweispurigen Straße fahren also die Fahrzeuge auf der linken Fahrspur soweit wie möglich nach links und die Fahrzeuge auf der rechten Fahrspur soweit wie möglich auf ihrem Fahrstreifen nach rechts – wenn es auf Grund der Breite der Fahrstreifen nötig ist um eine ausreichend breite Gasse zu bilden, ist auch der Seitenstreifen mitzunutzen. Auf einer dreispurigen Autobahn verhält es sich genauso – nur, dass die mittlere Fahrspur ebenfalls so nah wie möglich an die Fahrzeuge der rechten Spur fährt.

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