Großbrand in Karlsruhe – 400 Quadratmeter-Halle in Vollbrand

Meterhohe Flammen und eine kilometerweit sichtbare Rauchwolke waren die Folge eines Großbrandes eines Kälte- und Klimabetriebes im Karlsruher Stadtteil Palmbach am späten Sonntagabend. Die Hitzewelle ist im Anmarsch und Klimageräte derzeit heiß begehrt, doch dieser Betrieb kann nun vorerst keine Klimatechnik mehr ausliefern.

Gegen 21:35 Uhr wurde der Feuerwehr von mehreren Notrufteilnehmer ein Gebäudebrand am Stadtrand von Karlsruhe-Palmbach in der Rudolf-Link-Straße gemeldet. Umgehend wurde durch die Leitstelle Großalarm ausgelöst.


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Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde das Lagebild bestätigt. Eine etwa 20 x 20 Meter große Firmenhalle eines Kälte- und Klima-Ladenbau Betriebes stand komplett in Vollbrand. Meterhohe Flammen schlugen aus der Büro- und Lagerhalle. Eine kilometerweit sichtbare Rauchsäule schlug in den aufziehenden Nachthimmel empor.

Sofort brachte die Feuerwehr eine Drehleiter in Stellung und versuchte über das Wenderohr und durch mehrere Rohre im Außenangriff das Feuer in Schach zu halten und ein Übergreifen auf direkt an der Lagerhalle parkenden Fahrzeuge und LKW zu verhindern.

Auch die Hubrettungsbühne der Berufsfeuerwehr Karlsruhe wurde angefordert, um das Feuer von oben herab besser bekämpfen und die Dachhaut öffnen zu können. Auch wurde das Hytrans Fire System der Freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe, Abteilung Neureut zum Aufbau der Wasserversorgung über lange Wegstrecken genutzt, um ausreichend Löschwasser an der Einsatzstelle zur Verfügung zu haben. Da sich die Lagerhalle in Autobahnnähe am Stadtrand befand, war die Wasserversorgung recht schlecht.


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Auch Stunden nach Brandausbruch loderten immer noch Flammen aus der Halle. Die Warn-App NINA (Notfall-Informations-Nachrichten-App) löste ebenfalls Alarm aus und forderte Anwohner in der nahen Umgebung auf, die Fenster und Türen aufgrund des giftigen Brandrauches geschlossen zu halten. Dennoch zog es einige Schaulustige an die Einsatzstelle, welche sich unbedingt vor Ort ein Bild des Großbrandes machen wollten.

Das Betriebsgebäude fiel den Flammen komplett zum Opfer. Die Höhe des entstandenen Sachschadens konnte in der Nacht noch nicht beziffert werden. Verletzte gab es offenbar keine. Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Die Kriminalpolizei hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen.


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Der abgebrannte Betrieb ist ein Kälte- und Klimabetrieb, welcher sich um Kältetechnik, Klima, Wärmepumpen, Kühlschränke und die Entsorgung von Kühlmitteln spezialisiert hat. Dementsprechend fand das Feuer haufenweise an Nahrung und giftiger, schwarzer Rauch stieg empor. Der Gefahrstoffzug der Feuerwehr Karlsruhe wurde ebenfalls angefordert, um die Umgebung auf Schadstoffe zu kontrollieren, die sich durch die Rauchentwicklung möglicherweise verbreiten hätten können.

Die Feuerwehr war mit zwei Löschzügen der Berufsfeuerwehr Karlsruhe, mehreren Freiwilligen Feuerwehren aus dem kompletten Stadtgebiet und zahlreichen Sonderfahrzeugen im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit mehreren Rettungswagen, Notärzten und der Sanitätsbereitschaft vor Ort, um die Einsatzkräfte vor Ort bei den Löscharbeiten mit Getränken zu versorgen.

Text: Fabian Geier/ER24

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