Stundenlange Sperrung: Schwerer Unfall auf A5 – Unfallverursacher flüchtig

Update Mittwoch 8 Uhr: Mittlerweile gibt es neue Informationen zu dem schweren Verkehrsunfall, der sich in der vergangenen Nacht auf der A5 ereignet hat: Verursacht wurde der Unfall durch das Fehlverhalten eines Opel-Fahrers, der sich von der Unfallstelle entfernte. Dieser hielt auf dem Verzögerungsstreifen des Parkplatzes an und zog über die Sperrfläche auf die Hauptfahrbahn ohne auf den rückwärtigen Verkehr zu achten – in Folge dessen kam es zur Kettenreaktion zwischen den beiden Lkw und dem Peugeot. Ob der Parkplatz durch falschparkende Lkw blockiert war oder weshalb der flüchtige Opel-Fahrer auf dem Verzögerungsstreifen anhielt ist unklar.


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Desweiteren hat die Polizei inzwischen mitgeteilt, dass es sich nicht wie vor Ort mitgeteilt um eine ätzende Substanz gehandelt hatte. Die ausgelaufene Flüssigkeit war zwar auf Grund ihrer Eigenschaften schwierig zu reinigen und machte das Tragen von Schutzkleidung notwendig um eine Verunreinigung der Einsatzkleidung auszuschließen, es handelte sich jedoch nicht um einen Gefahrstoff mit gesundheitsgefährdenden Eigenschaften. Auch stellten sich die Verletzungen eines weiteren Unfallbeteiligten doch schwerer dar als der Polizei beim Veröffentlichen des originalen Artikels bekannt war, so dass die Anzahl der Schwerverletzten auf zwei erhöht wurde.

Ursprungsbeitrag: Am späten Dienstagabend musste die A5 zwischen Bruchsal und Karlsruhe nach einem Unfall gesperrt werden. Obgleich der genaue Unfallhergang noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen und ungeklärt ist, dürfte sich ersten Erkenntnissen nach dort gegen 22 Uhr folgendes zugetragen haben: Der Fahrer eines Lkw mit Anhänger kollidierte aus bislang ungeklärter Ursache mit dem Heck eines weiteren Lkw, verlor in Folge dessen die Kontrolle und stellte sich quer. Der Fahrer eines Peugeot konnte daraufhin wohl nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte in den querstehenden Lkw. Während der vermutliche Unfallverursacher mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus verbracht wurde, wurden die anderen Unfallbeteiligten lediglich leicht oder gar nicht verletzt, die Polizei konnte hierzu noch keine weiteren Angaben machen.


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Obwohl der Unfall trotz des enormen Schadenbilds relativ glimpflich ausging, konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr nicht aufatmen: Aus dem querstehenden Lkw lief eine unbekannte Flüssigkeit aus, welche die Einsatzkräfte für mehrere Stunden im Einsatz hielt.

Obgleich es sich nicht um einen gekennzeichneten Gefahrguttransporter handelte, gehe von der Substanz zumindest bei direkter Berührung eine Gefahr durch ätzende Wirkung aus, wie von Einsatzkräften vor Ort berichtet wurde, weshalb die Feuerwehr mit Spezialequipment und Schutzkleidung die Flüssigkeit aufnehmen muss. Erst nach Ende der Maßnahmen durch die Feuerwehr werden die Bergungsarbeiten beginnen können.


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Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, obwohl die Polizei bemüht war den Verkehr über den Parkplatz auf Höhe der Unfallstelle vorbeizuleiten. Vermutlich bis zur Abklärung der Gefahr, welche von der auslaufenden Flüssigkeit ausging, musste der Verkehr zeitweise vollständig gestoppt werden und konnte nicht vorbeigeleitet werden. Der Verkehr staute sich auf über 5 Kilometern Länge. Es ist derzeit anzunehmen, dass die A5 noch mehrere Stunden bis in die Morgenstunden gesperrt sein wird.

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