20 Streifen im Einsatz: Psychisch kranker Fahrer liefert sich Verfolgungsjagd und kracht in Leitplanke

Update Dienstag 6 Uhr: Inzwischen hat die Karlsruher Polizei eine Pressemitteilung zu dem gestrigen Unfall nach einer Verfolgungsfahrt veröffentlicht. Demnach soll der aus Hamburg stammende Fahrer bei Bruchsal in Richtung Karlsruhe unterwegs gewesen sein, einen Unfall verursacht und mindestens einen weiteren Verkehrsteilnehmer gefährdet haben, woraufhin er von einem Streifenwagen verfolgt wurde. Dessen Anhaltesignale missachtete er und fuhr am Autobahndreieck Karlsruhe auf die A8 nach Stuttgart.


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Dort verließ er die Autobahn und fuhr an der Anschlussstelle Karlsbad wieder in Richtung Karlsruhe auf – am Karlsruher Dreieck verursachte er dann einen weiteren Unfall und fuhr auf die A5 nach Norden. Auf seinem Weg in Richtung Autobahnkreuz Walldorf hat der 34-Jährige teilweise mit über 180km/h über den Standstreifen überholt.

Obwohl über 20 Streifenwagen aus Karlsruhe und Mannheim im Einsatz waren, schaffte es der Flüchtige erst noch auf die A6 in Richtung Mannheim zu wechseln, wo er dann allerdings nicht mehr weit kam und es zu dem Unfall wie in der Ursprungsmeldung beschrieben kam. Bei der Festnahme verursachte er noch Widerstand zu leisten.


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Bei den von ihm verursachten Unfällen entstand ein Schaden von etwa 11 500 Euro – vorausgesetzt es melden sich keine weiteren Geschädigten bei der Polizei. Der Fahrer des Dacia hatte keinen Führerschein und wurde nach der Behandlung in einem Krankenhaus in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie in Wiesloch untergebracht. Die Autobahnpolizei Karlsruhe bittet Zeugen darum sich telefonisch unter der 0721/944840 zu melden.

Ursprungsmeldung vom Montag: Am Montagnachmittag kam es auf der A6 zu einem schweren Verkehrsunfall: Die Polizei wollte einen blauen Dacia Logan kontrollieren, als der Fahrer sich weigerte anzuhalten und mit hoher Geschwindigkeit über die A6 bei Hockenheim in Fahrtrichtung Schwetzingen flüchtete. Noch bevor die Polizei in der Lage war das Fahrzeug zu stoppen, verlor der Fahrer auf Höhe des Autobahndreiecks Hockenheim allerdings die Konztolle über sein Fahrzeug.

Die Polizisten, die das Fahrzeug nach der missglückten Kontrolle verfolgten, lösten sofort Alarm aus, woraufhin ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst von der Leitstelle alarmiert wurden. Auf Grund der hohen Geschwindigkeit, mit der das Fahrzeug in die Leitplanke krachte, war zu erst von einem hohen Schaden und möglicherweise schwersten Verletzungen auszugehen.


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Zur Verwunderung der Beamten stieg der flüchtige Fahrer allerdings mit leichteren Verletzungen aus seinem Fahrzeug aus. Statt seine Flucht dann zu Fuß fortzusetzen, wurde er durch die Beamten festgenommen und zu weiteren Abklärung seiner Verletzungen unter Polizeibegleitung in ein Krankenhaus gebracht.

Warum die Polizei das Fahrzeug einer Kontrolle unterziehen wollte und der Fahrer sich dieser Kontrolle entziehen wollte ist nicht vollständig bekannt. Ersten unbestätigten Informationen nach wurde allerdings wegen des Verdachts, dass Fahrer und Fahrzeug zu einer Straftat im Karlsruher Raum beigetragen haben, nach dem blauen Dacia fahndet.

In den Ermittlungen gegen den Fahrzeugführer ist daher nicht nur die Mannheimer, sondern auch die Karlsruher Polizei beteiligt.

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